Anfänge und Ziele

Das Fürther Bündnis setzt sich für ein friedliches Miteinander von Menschen, Kulturen und Religionen ein.

Anfang
Start für das Bündnis gegen Rechts war im Mai 2000, als sich die Stadt am Rande des Ausnahmezustandes befand. „Die NPD marschierte durch die Straßen, Bürger demonstrierten dagegen, es herrschte schlicht Chaos“, erinnert sich Manfred Lehner-Wendt, Sprecher des Bündnisses. Das Bündnis hatte sich im gemeinsamen Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai zusammen gefunden.
Damals allerdings noch als eher lose Formierung von Parteien, Verbänden und Gewerkschaften. Diese forderten ihre Teilnehmer der Maikundgebung dazu auf, nicht nur für das Recht auf Arbeit die Fahenen hoch zu halten, sondern sich auch gemeinsam für Freiheit, Demokratie und gegen Faschismus und Rassismus zu versammeln.
Richtig ging es danach los – auch wenn die Luft nun erstmal raus gewesen sei, wie IG-Metall-Bevollmächtigter Thomas Händel damals formulierte. Mit den Erfahrungen von 2000 wollte sich das Bündnis künftig gezielter auf die kommenden Jahre vorbereiten.
In der Rückschau fürchteten manche, dass es schwierig sein könnte, einen Konsens in dem breiten Spektrum politischer Standpunkte zu finden: während Vertreter von links außen auch Blockaden forderten, gaben sich die anderen moderater und verwiesen auf genügen weitere Aktionsformen, um Widerstand zu zeigen.
Nach diesem Resümee vom 1. Mai 2000 trifft sich das Aktionsbündnis in regemäßigen Abständen. Wir veranstalteten eine „Woche gegen Rechts“ mit Arbeitskreisen und Vorträgen: das Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus steht nun auf einem festen Sockel.

Teilnehmer
Die Palette der Menschen, die im Bündnis dauerhaft vertreten sind, ist breit. Neben Gruppen und Vereinen wie dem Bund für Geistesfreiheit, der Antifschistischen Linken, dem Nicaragua-Verein, dem Ausländerbeirat und dem Behindertenbeirat sind dies Evangelische und katholische Kirchenvertreter, Gewerkschaftler, Parteipolitiker Vertreter von Jugendeinrichtungen, der israelitischen Kultusgemeinde, des jüdischen Museums, Lehrer, Künstler und Kulturschaffende und auch ‚ganz normale‘ Fürtherinnen und Fürther.

Ziele
Gemeinsames Engagement gegen rechte Parolen.

In Fürth, einer toleranten Stadt mit vielen Bürgern aus verschiedensten Herkunftsländern, soll und darf kein Platz für Neonazis sein.

Wir sehen uns auch als Multiplikatoren, die – etwa in Schulen – die Kinder und Jugendlichen zu Offenheit und Toleranz ermutigen möchten.

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