Presseerklärung des Fürther Bündnisses zu Übergriffen auf antifaschistische Jugendliche

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Fürth fanden in den letzten Wochen immer wieder, vor allem am Wochenende, Neonazi-Übergriffe auf antifaschistische Jugendliche statt. Die stadtbekannten Neonazis treffen sich in einigen  Innenstadtlokalen und machen von dort aus gezielt Jagd auf Menschen, die nicht in ihr nationalistisches und rassistisches Weltbild passen.

Um auf diese untragbare Situation hinzuweisen, haben wir letzten Freitag eine Aufklärungsaktion gestartet. Unser Verdacht, dass es sich bei einer der Kneipen um den „Treffpunkt“ in der Ludwig- Erhardt- Straße  handelt, hat sich am letzten Freitag mehr als bestätigt. Vor und in dieser Kneipe versammelten sich während unserer Aktion einige Neonazis, darunter auch stadtbekannte Neonazischläger, scheinbar mit Einverständnis des Wirtes.

Wie notwendig  eine Aufklärungsaktion darüber war und ist, zeigte die Reaktion der Passanten und der Nachbarn: Mit Empörung und Abscheu wurde die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass sich im „Treffpunkt“ scheinbar unbehelligt Neonazis treffen können. Einige Menschen solidarisierten sich und unterstützten unsere Aktion; andere erklärten, dass sie die Kneipe in Zukunft nicht mehr betreten werden, solange sich der braune Mob dort treffen kann.

Wir werden den Protest gegen derartige Kneipen fortsetzen, solange es noch Wirte in Fürth gibt, die Neonazis  in ihre Lokale lassen. Deshalb findet unsere nächste Aktion statt am Freitag, den 23. April um 17.00 Uhr am Obstmarkt (nähe „Treffpunkt“) in Fürth.

Wir laden alle Demokraten und Antifaschisten ein, sich an der Aktion zu beteiligen.

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