Presseerklärung des Fürther Bündnisses zu Angriff auf Jugendlichen am U-Bahnhof Plärrer

Sehr geehrte Damen und Herren,

der U-Bahn-Schläger, der einen jungen 17-Jährigen letzten Dienstag am helllichten Tage im U-Bahnhof Plärrer brutal zusammenschlug, ist ein bekannter Neonazi aus Fürth.

Wenn es nach den Sicherheitsverantwortlichen der Stadt Fürth ginge, dürfte es diesen Neonazi gar nicht geben, da immer wieder betont wurde, in Fürth gäbe es kein Neonaziproblem. So hat es ja auch Tage gedauert, bis durchsickerte, dass es sich wohl um eine rassistische Tat eines bekannten Neonazis aus Fürth handelt. Dabei fanden in den letzten Wochen in Regelmäßigkeit  Übergriffe auf Jugendliche statt, die nicht in das Weltbild des braunen Mobs passen.

Und deswegen führen wir seit Wochen eine Aufklärungskampagne vor Fürther Kneipen durch, wie z. B. dem „Treffpunkt“ in der Ludwig-Erhardt-Straße, wo sich diese Neonazischläger regelmäßig treffen. Es ist gut und ermutigend, dass sich immer mehr Menschen darüber empören, dass es noch einzelne Wirte gibt, die den Neonazis Einlass in ihre Kneipen geben.

Am Samstag, den 8.Mai, jährt sich zum 65-igsten Male der Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg. Dieser Tag ist nicht nur in Worten Verpflichtung, alles zu tun, dass so etwas nie mehr passiert.

Das sind wir den Opfern von heute und von gestern schuldig!

Wir werden deshalb in unseren Aktivitäten nicht nachlassen!

Wir werden z.B. auch nicht nachlassen, bis der letzte Wirt begriffen hat, dass Neonazis keine harmlosen Saufkumpane sind, sondern kriminelle Schläger.
Wir fordern den Wirt der Kneipe „Treffpunkt“ auf, endlich die Nazis raus- zuschmeißen!
Wir fordern Polizei und Stadt auf, endlich gegen die Nazis vorzugehen und das Problem mit den Neonazis nicht zu verharmlosen!
Wir fordern die Städte Nürnberg und Fürth auf, alles zu tun, dass der von den Nazis schwer verletzte Jugendliche jede Unterstützung bekommt!

Keinen Fußbreit den Faschisten! Keine Kneipe, keine Straße, kein Platz für Nazis in Fürth!

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